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CES 2017: Ford holt Amazon Alexa an Board

Millionen Verbraucher in aller Welt nutzen Amazon Alexa. Viele davon verwenden den Service über die sprachgesteuerten Audiogeräte Amazon Echo oder Amazon Echo Dot.

Derzeit Beta-Tests

Demnächst können sich Ford-Besitzer auch unterwegs von Alexa helfen lassen: Die Kooperation von Ford und Amazon macht es möglich, die clevere Assistenz-App während der Fahrt in einem Ford zu nutzen. Damit zieht erstmals überhaupt die Amazon-App ins Auto ein. Die Alexa-Technologie wird über die AppLink-Funktionalität des Kommunikations- und Entertainmentsystems Ford SYNC 3 realisiert. Fahrer mit diesem System an Bord brauchen lediglich den Knopf zur Aktivierung der Spracherkennung zu drücken, dann „Alexa“ zu sagen und ihre Frage zu stellen beziehungsweise ihren Wunsch zu äußern. Derzeit laufen hierzu Beta-Tests mit Ford-Mitarbeitern.

Die Integration von Alexa gilt als die bisher umfassendste Vernetzung mit einem Fahrzeug. Kunden von Ford können mithilfe dieser Technologie am Steuer Hörbücher genießen, im Amazon-Universum einkaufen, lokale Ziele suchen, diese direkt ins Navigations-System übertragen und vieles mehr. Umgekehrt lassen sich von zuhause aus mit einfachen Sprachbefehlen beispielsweise Fahrzeuge starten sowie ver- und entriegeln oder auch relevante Daten wie Kraftstoffvorrat oder der Batterieladezustand eines Elektroautos abrufen.

„Ford und Amazon teilen die Vision, dass jeder Mensch seine bevorzugten Mobilgeräte und Services mit seiner eigenen Stimme aufrufen und bedienen können sollte“, erklärt Don Butler, Leitender Direktor Ford Connected Vehicle and Services. „In Kürze können unsere Kunden ihre Autos von zuhause aus starten und ihre vernetzten Wohnungen von unterwegs bedienen – so erleichtern wir Schritt für Schritt ihr Leben.“

Erste Integrationsphase beginnt in den USA noch im Januar

Die erste Phase der Integration von Alexa in Modelle von Ford beginnt in den USA bereits noch im Januar 2017. Ab dann lassen sich kompatible Fahrzeuge – das heißt: Autos, die das Konnektivitätssystem Ford SYNC 3 an Bord haben – über heimische Alexa-Eingabegeräte wie Amazon Echo, Echo Dot und Amazon Tap erreichen.

Mit Beginn der zweiten Phase, die in den USA voraussichtlich im Sommer dieses Jahres startet, stehen dann auch vielfältige Alexa-Services im Auto zu Verfügung – natürlich per Sprachbedienung, damit der Fahrer die Hände am Lenkrad und die Augen auf der Straße behalten kann. Auf Wunsch liest die App Wettervorhersagen vor, spielt Musik-Titel ab, checkt die aktuelle Nachrichtenlage oder notiert geplante Einkäufe auf einer Merkliste – alles vom Auto aus. Autofahrer könnten Alexa beispielsweise bitten, Milch oder Batterien auf den Einkaufszettel zu setzen, statt anzuhalten, einen Stift zu suchen und es zu notieren.

„Wir finden es großartig, in Zusammenarbeit mit Ford das Kundenerlebnis sowohl im Auto als auch zuhause weiter zu verbessern“, sagt Steve Rabuchin, der für Alexa verantwortliche Amazon-Vizepräsident. „Wir sind überzeugt, dass der Sprachsteuerung die Zukunft gehört, ganz besonders im Auto. Die Möglichkeit, am Steuer allein mit der eigenen Stimme ein Smart Home zu bedienen, Entertainment-Angebote abzurufen, to-do-Listen und vieles mehr zu managen, führt zu einem herausragenden Mobilitätserlebnis. Wir können es kaum erwarten, dass die ersten Ford Kunden es ausprobieren.“

Alexa unterwegs: mobiler Kommunikations-Assistent

Wird Alexa während der Fahrt beispielsweise nach bestimmten Zielen in der Nähe gefragt, greift die Anwendung auf die Positionsbestimmung des Fahrzeugs zu und findet die gewünschten Adressen in der näheren Umgebung. Ein Beispiel: Sagt der Fahrer „Alexa, finde das nächstgelegene italienische Restaurant“, liefert die Technologie die Antwort und transferiert die Adresse ins Navigationssystem von Ford SYNC 3.

Auch die eigenen Lieblingsbücher können Autofahrer jetzt unterwegs genießen. Über die Sprachausgabe des Programms Whispersync for Voice stellt Alexa ein Audible-Hörbuch bereit. Besonders nützlich: Da Whispersync for Voice alle angemeldeten Geräte synchronisiert, geht der Hörbuchspaß an exakt jener Stelle weiter, wo der Fahrer zuhause aufgehört hat.

Besitzt der Kunde ein Haus oder eine Wohnung mit Alexa Smart Home-Funktionalitäten, lassen sich Raumbeleuchtung, Alarmanlagen, Heizungsthermostate und vieles mehr vom Auto aus steuern.

Alexa zuhause: praktische Fernbedienung für das vernetzte Automobil Besitzer eines Ford Focus Electric, Fusion Energi und C-MAX Energi kommen dank der MyFord®-Mobil-Technologie als erste in den Genuss der Home-to-Car-Funktionalitäten. Mittels Alexa können die Fahrer dieser Elektro- und Plug-in-Hybrid-Modelle von Ford viele Funktionen ihres Fahrzeugs ganz einfach von zuhause aus bedienen. Sie nutzen dazu die sprachgesteuerten Eingabegeräte Amazon Echo, Echo Dot oder Amazon Tap. Wer Alexa über eines dieser Geräte anspricht, kann:

– den Motor starten oder ausschalten
– die Fahrzeugtüren ver- und entriegeln
– Reichweite und Batterieladestatus prüfen
– den Benzinvorrat ablesen
– eine Übersicht der gefahrenen Strecken erhalten.

Die Dialoge mit Alexa klingen beispielsweise so:

Nutzer: „Alexa, bitte MyFord Mobile, mein Auto abzuschließen.“
Alexa: „Verriegelungsbefehl wird ans Auto geschickt.“

Nutzer: „Alexa, bitte MyFord Mobile, mein Auto zu starten.“
Alexa: „Startbefehl wird ans Auto geschickt.“

Nutzer: „Alexa, frage MyFord Mobile nach der Reichweite.“
Alexa: „Ihr Fahrzeug ist zu 83 Prozent aufgeladen. Die elektrische Reichweite beträgt 26 Kilometer, der Benzinvorrat reicht für 323 Kilometer, die Gesamtreichweite beträgt 349 Kilometer.“


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Derzeit arbeitet Ford daran, über SYNC Connect auch die Home-to-Car-Kommunikation über Alexa zu integrieren.

Unterstützt durch SmartDeviceLink

Durch die Zusammenarbeit bei der Integration von Alexa ins Fahrzeug lernte Amazon die AppLink-Software von Ford kennen, die unter anderem als gemeinsames Protokoll für die Vernetzung von Smartphone-Apps mit Ford SYNC 3 dient. AppLink basiert jetzt auf der Open Source-Software SmartDeviceLink. Dieser kommende Branchenstandard wurde 2013 ins Leben gerufen, als Ford den originalen AppLink-Code veröffentlichte, damit weitere Automobilhersteller diese Software zur Vernetzung kompatibler Smartphone-Apps mit ihren jeweiligen Konnektivitäts-Ssystemen einsetzen.

Soeben haben Ford und Toyota – der erste Automobilhersteller, der neben Ford auf SmartDeviceLink setzt – hierfür ein Konsortium namens SmartDeviceLink (sdl) gegründet. Zu den sdl-Gründungsmitgliedern gehören vier weitere Automobilhersteller sowie mehrere Zulieferer. Auch Amazon beabsichtigt, diesem Zusammenschluss beizutreten, um die Einsatzmöglichkeiten für Alexa in Fahrzeugen auszuweiten. Ziel des SmartDeviceLink-Konsortiums ist es, die Open Source-Software für alle Mitglieder weiter zu optimieren sowie App-Entwicklern und Service-Anbietern den Marktzugang zu einer großen Bandbreite an Kunden und Fahrzeugmodellen zu erleichtern.

Titelfoto / Alexa an Bord: Ford und Amazon holen Assistentin für Shopping, Suchen und Smart Home-Steuerung ins Auto / Foto: Ford-Werke GmbH

 

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