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Cloud Computing weiter auf dem Vormarsch

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Berlin – Der Markt für Cloud Computing mit Geschäftskunden wird in Deutschland im laufenden Jahr um 46 Prozent auf rund 6,4 Milliarden Euro wachsen. Das berichtet der BITKOM auf Basis von Prognosen der Experton Group. Damit bleibt das Wachstum etwas unter den Erwartungen. Ursprünglich war der BITKOM von einem Umsatzanstieg von 50 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro ausgegangen. „Die NSA-Affäre hat das Wachstum des Cloud-Marktes nur geringfügig gebremst“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Einige Kunden hätten Projekte auf Eis gelegt oder sich stattdessen für eine Lösung ohne Cloud entschieden. Kempf: „Allerdings ist die Cloud-Technologie so attraktiv, dass es in den kommenden Jahren weiter ein hohes zweistelliges Wachstum geben wird.“ Bis zum Jahr 2018 soll das Volumen des Cloud-Marktes im Business-Bereich in Deutschland mit jährlichen Wachstumsraten von durchschnittlich 35 Prozent den Prognosen zufolge auf rund 19,8 Milliarden Euro steigen.

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Die Nutzung einer Cloud außerhalb der Europäischen Union ist datenschutzrechtlich problematisch. Die großen Anbieter reagieren und offerieren für europäische Kunden zunehmend Rechenzentren in Europa an. So bietet Amazon Web Services (AWS) als einer der großen Anbieter, wenn nicht sogar als größter Cloud-Anbieter seit dem 23. Oktober auch eine eigenen Region in Deutschland. Zusammen mit den Regionen in Brasilien, Japan, Singapur, China, Irland und in den USA verfügt AWS damit jetzt über insgesamt 11 Regionen weltweit. In Deutschland kommt dem Datenschutz eine große Bedeutung zu, daher wünschen sich unsere Kunden die Möglichkeit, personenbezogene Daten sicher innerhalb des Landes zu speichern, heißt es bei AWS.

Beim Einsatz von Cloud Computing können Nutzer IT-Leistungen wie Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungsprogramme über das öffentliche Internet (Public Cloud) oder über ein internes Netzwerk (Private Cloud) beziehen. Im Zusammenspiel mit dem mobilen Internet und innovativen Methoden der Datenanalyse entstehen daraus zahlreiche neue Anwendungen und Geschäftsmodelle. Der Großteil der Cloud-Umsätze entfällt im Jahr 2014 mit rund 3,0 Milliarden Euro auf Dienstleistungen. Das Wachstum liegt bei 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zu den Cloud-Dienstleistungen zählen die Bereitstellung von Anwendungsprogrammen (Software-as-a-Service), von Speicher- oder Rechnerkapazitäten (Infrastructure-as-a-Service) sowie von Entwicklungsumgebungen (Platform-as-a-Service) über das Internet. Investitionen in Cloud-Hardware machen 2,2 Milliarden aus (plus 39 Prozent) sowie Integration und Beratung 1,2 Milliarden Euro (plus 39 Prozent).

Hinweis zur Methodik: Die Marktzahlen zum Umsatz mit Cloud Computing basieren auf Erhebungen der Experton Group für den BITKOM.

Titelgrafik: BITKOM

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